1. Frühjahrsübung: Schadstoffeinsatz

Im Zuge der ersten Frühjahrsübung wurde das richtige Vorgehen im Falle eines Schadstoffeinsatzes geübt. Nachdem der theoretische Teil bereits bei der letzten Winterschulung behandelt wurde, ging man nach einer kurzen Einleitung im Schulungsraum gleich zur Praxis über.  Als Übungsszenario diente ein Behälter mit einer vorerst unbekannten, auslaufenden Flüssigkeit und einer Person (in diesem Fall eine Puppe) die diesem, möglicherweise gesundheitsgefährdenden Stoff, ausgesetzt war.

Zu einem Schadstoffeinsatz alarmiert, rückten die Einsatzkräfte mit dem RLFA-2000 zum Ort des Geschehens aus und führten unter Beachtung der GAMS Regel (Gefahr erkennen, Absichern, Menschenrettung, Spezialkräfte alarmieren) die ersten Maßnahmen durch. 

Ein Atemschutztrupp rückte zur betroffenen Person vor, suchte am Behälter nach einer Stoffnummer, die Auskunft über den Gefahrenstoff geben würde, und stoppte das weitere Auslaufen der Flüssigkeit. Schließlich wurde die Person aus der unmittelbaren Gefahrenzone gebracht und mittels Schere von ihrer vermeidlich kontaminierten Kleidung entledigt. Währenddessen wurde die Einsatzstelle von den restlichen Kameraden entsprechend abgesichert und es wurde mittels Verteiler und Hohlstrahlrohr eine Löschleitung aufgebaut. Der Atemschutztrupp spülte die kontaminierte Person mittels Sprühstrahl ab, packte die abgeschnittene Kleidung in einen Müllsack und wartete schlussendlich innerhalb der Sicherheitszone auf das Eintreffen von Spezialkräften.

Nachdem dieses Szenario einmal durchgespielt war, gab es eine kurze Besprechung. Ausbildner und Übungsleiter BM Andreas Millonig ging das Vorgehen mit allen Beteiligten noch einmal durch und gab einige Verbesserungsvorschläge. Der gesamte Übungsablauf wurde anschließend noch einmal wiederholt.

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