Waldbrand in Hirschwang an der Rax (B4) – Dauereinsatz

Datum: 1. November 2021 um 20:45
Fahrzeuge: KDOA, KLF, KRFS-A, RLFA2000, WLFA-K


Einsatzbericht:

Am Nationalfeiertag um 4:47 Uhr wurde die Feuerwehr Seebenstein zum Waldbrand nach Hirschwang alarmiert. Der Brand ist schon tagszuvor am Vormittag ausgebrochen und wurde tagsüber versucht zu bekämpfen. Über die Nacht auf den Nationalfeiertag wurden immer mehr Feuerwehren alarmiert. 

Ausgerückt sind wir mit unserem Kleinlöschfahrzeug (KLF) und Vorraus. Insgesamt waren wir 8 Kameraden.

Kurz vorher ist schon ein Kamerad der Feuerwehr Seebenstein mit unserem Kommando ausgerückt, dieser hat den ganzen Tag im Zuge des Feuerwehrmedizinischen Dienstes (FMD) gearbeitet und war somit zur Absicherung aller Kameraden bei Verletzungen im Einsatz.

Vor Ort gab es einen Sammelplatz an dem sich alle Feuerwehren eingetroffen haben, die mit uns zusammen alarmiert worden sind. Vor Ort wurden wir dann in unseren Platz und Aufgabe eingewiesen. Wir waren hinter der Papierfabrik am Werkskanal. Dort haben wir unsere Tragkraftspritze (TS) in Stellung gebracht. Lokale Feuerwehren haben zuvor schon Schlauchleitungen auf den Berg gelegt, wir mussten diese nur noch bei uns anschließen. Somit haben wir dann den Tag über Wasser zu den nächsten Kameraden am Berg befördert.

Um 9 Uhr am Nationalfeiertag wurde auch unser Wechsellader Kran mit dem 10.000l Wasseraufbau nachalarmiert. Dieser wurde durch zwei Kameraden besetzt und deren Aufgabe war die Ostseite des Brandes mit Wasser zu beliefern. Das Gelände dahin waren enge Forstwege mit viel Staub und Schlaglöchern. Da die Falttanks, die gefüllt werden mussten sehr weit oben am Berg waren hat eine Fahrtrichtung von Wasserentnahme im Tal bis zum Berg etwa 1 Stunden gedauert.

Am Mittag haben, die ebenfalls anwesenden Kameraden der Feuerwehr Schwarzau am Steinfeld, uns um Unterstützung mit Mann und Material gebeten. Diese waren hinter der Schleuse am Wasserwanderweg am Steilhang eingesetzt. Wir haben mit 4 Kameraden, diversen Schläuchen und Verteiler ausgeholfen. So konnte eine weitere Löschleitung hinauf gelegt und die Löscharbeiten unterstützt werden. Am späteren Nachmittag haben wir versucht mit einem B-Rohr von der Schleuse hochliegende Glutnester am Fels abzulöschen. Mit Einbruch der Dämmerung wurden die Löschleitungen zurückgebaut. Der Einsatz im Gelände birgt viele Gefahren mit sich da immer wieder der Kalkstein durch die Hitze abplatzt und Steinschläge losgehen, oder ganze Bäume umfallen.

Am Nationalfeiertag sind alle Kameraden zwischen 21 und 22 Uhr wieder ins Feuerwehrhaus eingerückt.

Von der Einsatzleitung wurden wir mit unserem KLF für den nächsten Tag wieder voralarmiert.

Die Tage darauf war unser KLF mit 3-4 Kameraden jeden Tag bis einschließlich Sonntag (31.10.2021) von morgens um 6 Uhr bis abends 18 Uhr im Einsatz zur Wasserförderung auf den Berg.

Am Freitag (26.10.2021) gegen Mittag wurde unter anderem die Feuerwehr Seebenstein mit Tanks alarmiert da der starke Wind das Feuer auf der Knofelebene angefacht hat und es sich an einigen Stellen zu einem Wipfelbrand ausgeweitet hat. 

Sofort haben sich 6 Kameraden mit dem Wechsellader Kran und dem 10.000l Aufbau sowie dem Rüstlösch Fahrzeug (RLF) mit 2.000l Wasser auf den Weg gemacht. Somit waren an dem Tag drei Feuerwehrautos von uns im Einsatz. Die Anfahrt zum Einsatzort gestaltet sich schwierig, da es wieder die gleichen Forstwege waren, die für größere Fahrzeuge nur langsam befahrbar sind. Die Anfahrt aus Seebenstein hat etwa 70 Minuten in Anspruch genommen.

Angekommen auf der Knofelebene ist unser Wechsellader dort zum befüllen der Zisterne geblieben und das RLF weiter auf den Berg beordert worden, um auf einer Freifläche den Falttank zu befüllen. Von diesem Falttank aus wurden die Bodenmannschaften im Wald mit Wasser versorgt. Ab da an ist unser RLF mit vielen weiteren Tankfahrzeugen im Pendelverkehr zwischen Knofelebene und Falttank gefahren. Unser WLF war vom Tal bis zur Knofelebene unterwegs. Da die Wege sehr lang waren wurden Großtanklöschfahrzeuge (GTLF) von der Berufsfeuerwehr Wien und der Flughafenfeuerwehr Wien, sowie aus ganz Niederösterreich alarmiert um einen starken Pendelverkehr mit viel Wasser herzustellen. Auch der Panther der Flughafenfeuerwehr war im Einsatz. Dieser Einsatz ging für unsere Feuerwehr bis etwa 21:30 Uhr.

Wir bedanken uns für die Wertschätzung und Spenden die es aus der Bevölkerung gab!